Der Galaterbrief zeigt auf, dass Christen, die sich wieder dem Gesetz des Alten Testamentes unterordnen, in eine neue Knechtschaft geraten. Paulus begegnet dem Problem nicht mit weniger Regeln, sondern mit dem Darstellen einer neuen Wirklichkeit.
Wenn wir als Christen verstanden haben, dass unsere Rechtfertigung nichts mehr zu tun hat mit dem Gesetz, weil sie uns von Gott geschenkt wird aus Gnade, stehen wir dennoch vor der Herausforderung, wie wir nun mit dem Gesetz umzugehen haben.
Das Thema Gesetzlichkeit geht sogar noch tiefer als der reine Umgang mit dem mosaischen Gesetz. Auch meine eigenen Regeln können für mich fälschlicherweise zum Maßstab für Heiligkeit werden und das Werk Christi und seine Person in den Hintergrund rücken.
Manchmal sind wir zunächst erfolgreich, wenn wir unseren eigenen Willen durchsetzen. Doch wenn Gott uns auch seinen Weg zurückruft, folgt auf Buße echte Freude.
Jona 2 ist ein poetisches Gebet des Propheten in seiner selbstverschuldeten Notsituation bis zur Rettung durch den großen Fisch, den Gott nutzte, um Jona zurück auf Kurs zu bringen. Es lohnt sich, dieses Gebet etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.
In der Predigt geht es um das Thema Anbetung, was es ist und wie es aussehen kann. Wir können Gott nichts bringen, aber wir können Ihn kennenlernen wie Er ist.
Dass der Prophet eine historische Person ist, daran lässt spätestens das Zeugnis des Herrn Jesus keinen Zweifel. Doch sogar die Pharisäer des 1. Jhd. hatten falsche Vorstellungen über Jona und zogen falsche Schlussfolgerungen über die Person des Herrn Jesus daraus. Wir sollten uns hüten davor, Lehren als biblisch darzustellen, wenn in Wirklichkeit die Bibel dazu schweigt. Jona erlebt mehrere unwahrscheinliche, nicht-reproduzierbare Ereignisse. Wir nennen das Wunder und glauben an einen Gott, der über seinen Naturgesetzen steht.
Textstellen: Jona 1 Matthäus 12,38-41 Johannes 7,40-53