Der Galaterbrief zeigt auf, dass Christen, die sich wieder dem Gesetz des Alten Testamentes unterordnen, in eine neue Knechtschaft geraten. Paulus begegnet dem Problem nicht mit weniger Regeln, sondern mit dem Darstellen einer neuen Wirklichkeit.
Wenn wir als Christen verstanden haben, dass unsere Rechtfertigung nichts mehr zu tun hat mit dem Gesetz, weil sie uns von Gott geschenkt wird aus Gnade, stehen wir dennoch vor der Herausforderung, wie wir nun mit dem Gesetz umzugehen haben.
Das Thema Gesetzlichkeit geht sogar noch tiefer als der reine Umgang mit dem mosaischen Gesetz. Auch meine eigenen Regeln können für mich fälschlicherweise zum Maßstab für Heiligkeit werden und das Werk Christi und seine Person in den Hintergrund rücken.
Wenn Gott Wunder tut, dann tut er das stets mit einer bestimmten Absicht. Ein Wunder, wie es in Apostelgeschichte 16 beschrieben wird, kommt äußerst selten in der Geschichte der Christen vor. Warum greift Gott aber genau an dieser Stelle auf solch übertriebene Art und Weise ein? Schließlich wären Paulus und Silas sowieso aus dem Gefängnis entlassen worden. Dafür lohnt es sich, den Blick etwas zu weiten über die Situation der Apostel hinaus.
So wie sich Bergsteiger in Gebirgen ab ca. 8000 Meter Höhe in einer Art Todeszone bewegen aufgrund des geringen Sauerstoffanteils in der Luft sind auch wir von Natur aus in einer Todeszone aufgrund des Zornes Gottes der auf uns liegt. Umso mehr können wir uns in Christus der Liebe Gottes gewiss sein, die Gott uns auf verschiedene Arten beweist.
Jesus geht in Johannes 8 immer wieder auf die Menschen zu, die ihn eigentlich ablehnen. Er weist sie darauf hin, dass sie aufgrund ihrer Selbstgerechtigkeit in ihren Sünden sterben werden und nur durch ihn errettet werden können.
Textstellen: Johannes 8, Richter 16, Apg. 1, 5. Mose 4